Wählen Sie die Agentur, die die meisten Fragen zu Ihren Kunden stellt, Ergebnisse aus echten Kundenprojekten zeigt und vor Projektstart einen Festpreis mit klarem Zeitplan nennt. Ein schönes Portfolio allein sagt wenig. Entscheidend ist, ob die Agentur erklären kann, warum ihre Websites Anfragen bringen, und ob am Ende alles Ihnen gehört.
Diese Checkliste enthält, was wir selbst wissen wollten, wenn wir eine Agentur beauftragen. Vergleichen Sie damit Angebote Punkt für Punkt.
1. Auf Ergebnisse achten, nicht nur auf Screenshots
Jede Agentur zeigt schöne Designs. Fragen Sie, was nach dem Launch passiert ist: mehr Anfragen, mehr Buchungen, bessere Google-Rankings. Eine gute Agentur nennt für einige Projekte Zahlen und sagt offen, wo sich nichts Messbares geändert hat und warum.
Beispiel aus unserer Arbeit: Art Quartal Tattoo, ein Premium-Studio in Stuttgart, war auf Google unsichtbar. In einem achtwöchigen Projekt entstand eine zweisprachige Website mit Buchungsstrecke und lokaler SEO-Basis. Heute rankt das Studio mit über 40 Keywords auf Seite 1 und hat viermal so viele Buchungen.
Kann eine Agentur nicht sagen, was sich für ihre Kunden geändert hat, gehen Sie davon aus: nichts Messbares.
2. Fragen, wie die Agentur die richtigen Inhalte findet
Der größte Unterschied zwischen Agenturen ist nicht das Design. Es ist, was vor dem Design passiert. Fragen Sie:
- Befragen Sie mich zu meinen Kunden, bevor Sie gestalten?
- Analysieren Sie meine Mitbewerber? Wie viele, nach welchen Kriterien?
- Wer schreibt die Headlines und Texte?
Wer mit Farben und Vorlagen beginnt, baut eine Website, die sagt, was Ihre Mitbewerber schon sagen. Dann vergleichen Kunden nur noch den Preis. Bei uns beginnt das Design erst nach einem Gespräch von 60–90 Minuten und einer Analyse von bis zu 10 Mitbewerbern nach 9 Kriterien. Den ganzen Ablauf sehen Sie hier.
3. Festpreis und Zeitplan schriftlich
Stundenabrechnung für eine Website ist Ihr Risiko, nicht das der Agentur. Verlangen Sie einen Festpreis mit allen Leistungen: Seitenzahl, Texte, SEO-Basis, Formulare, Sprachen und Korrekturschleifen. Übliche Preise für eine professionelle Firmen-Website in Österreich liegen zwischen 1.500 € für eine Landingpage und rund 6.000 € für eine größere Website mit laufendem SEO. Unser Preis-Ratgeber zeigt, was jede Stufe enthält.
Fragen Sie auch nach dem Zeitplan. Eine Landingpage kann in rund 10 Tagen live sein, eine mehrseitige Website in rund 30.
4. Sicherstellen, dass alles Ihnen gehört
Diese Frage hören viele Agenturen ungern. Klären Sie vor der Unterschrift:
- Domain: Ist die Domain auf Ihren Namen registriert?
- Hosting: Können Sie die Website ohne Übergabegebühr zu einem anderen Anbieter umziehen?
- Zugänge: Bekommen Sie Admin-Zugang zu Website, Analytics und Google Search Console?
- Inhalte: Gehören Ihnen Texte, Bilder und Designdateien?
- Änderungen: Können Sie Texte, Bilder und Preise selbst ändern, oder kostet jede Änderung extra?
Lautet eine Antwort „nein“ oder „kommt darauf an“, fragen Sie nach dem Grund. Abhängigkeit ist der häufigste Grund, warum Firmen bei einer Agentur bleiben, mit der sie unzufrieden sind.
5. Die österreichischen Pflichten prüfen
Eine Website für ein österreichisches Unternehmen hat rechtliche Anforderungen, um die sich ein ausländischer Baukasten nicht kümmert:
- Impressum mit den für österreichische Firmen nötigen Angaben
- Datenschutzerklärung und Cookie-Banner nach DSGVO, Analytics erst nach Zustimmung
- Selbst gehostete Schriften. Wer Google Fonts von Google-Servern lädt, schickt IP-Adressen an Google. Ein deutsches Gericht sah darin 2022 einen DSGVO-Verstoß.
- Barrierefreiheit. Der European Accessibility Act gilt seit Juni 2025 und wird in Österreich durch das Barrierefreiheitsgesetz umgesetzt. Verkaufen Sie online an Verbraucher, muss Ihre Website eventuell barrierefrei sein. Kleinstunternehmen mit unter 10 Beschäftigten und unter 2 Mio. € Umsatz sind bei Dienstleistungen ausgenommen, doch barrierefreie Websites sind für alle leichter zu nutzen.
Fragen Sie die Agentur, wie sie jeden Punkt löst. Eine vage Antwort ist ein Warnsignal.
6. Mit der Person sprechen, die die Arbeit macht
In großen Agenturen treffen Sie oft den Vertrieb, gebaut wird die Website von einem Junior. Fragen Sie, wer an Ihrem Projekt arbeitet, und sprechen Sie vor der Unterschrift mit dieser Person. In einem kleinen Studio arbeiten Sie meist direkt mit der Person, die gestaltet und baut. Das macht Entscheidungen schneller und das Ergebnis persönlicher.
7. Fragen, was nach dem Launch passiert
Eine Website ist nie fertig. Fragen Sie:
- Wie lange ist Support nach dem Launch inklusive?
- Zeigen Sie mir, wie ich die Website selbst pflege?
- Was kosten SEO oder Wartung monatlich, und kann ich kündigen?
Bei uns sind 30 Tage Support und ein Video-Tutorial dabei, damit Sie Texte, Bilder und Preise selbst ändern. Monatliches SEO ist optional und kostet ab 390 € im Monat.
Unsere Meinung
Wenn Sie nur einen Punkt prüfen, prüfen Sie den Ablauf. Eine Agentur, die vor dem Design tief nach Ihren Kunden fragt, baut fast immer die bessere Website als eine mit eindrucksvollerem Portfolio. Der zweite Punkt ist Eigentum: Unterschreiben Sie nie einen Vertrag, der Ihre Domain oder Website festhält.
FAQ
Wie wählt man eine Webdesign-Agentur in Österreich?
Vergleichen Sie mindestens drei Agenturen in fünf Punkten: Ergebnisse echter Projekte, Ablauf mit Recherche, Festpreis mit Zeitplan, volles Eigentum an Domain und Inhalten, Support nach dem Launch. Wählen Sie die Agentur, die am meisten nach Ihren Kunden fragt.
Wo finde ich professionelles Webdesign in Österreich?
Suchen Sie nach „Webdesign Agentur“ plus Ihrer Stadt, prüfen Sie Google-Bewertungen und Referenzen und fragen Sie Unternehmer, deren Websites Ihnen gefallen. Viele kleine Studios, wie unseres in Wien, arbeiten online mit Kunden in ganz Österreich und Deutschland.
Was kostet eine Webdesign-Agentur in Wien?
Für eine professionelle Firmen-Website rechnen Sie mit 1.500 € bis 6.000 €. Der Preis hängt vor allem von Seitenzahl, Recherche und Texten sowie Funktionen wie Online-Buchung oder mehreren Sprachen ab.
Große Agentur oder kleines Studio?
Eine große Agentur passt zu großen Projekten mit vielen Spezialisten gleichzeitig. Für die meisten kleinen und mittleren Firmen ist ein kleines Studio schneller und persönlicher, und meist zahlen Sie für das gleiche Ergebnis weniger.
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